Kunststoffteile selbst herstellen: 3D-Druck-Verfahren im Vergleich

A close-up of a 3D printer extruding molten filament to build a geometric object layer by layer.
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Warum 3D-Druck für Kunststoffteile so gut funktioniert

Wer Kunststoffteile selber herstellen möchte, findet im 3D-Druck eine flexible Lösung auf Abruf, die klassische Fertigung oft nicht bieten kann. 5 Ob einfacher Herdknopf oder seltenes Kfz-Bauteil — additive Fertigung hat sich als erste Wahl etabliert, wenn Teile anderweitig nicht mehr beschaffbar sind.5

Bevor man auf 3D-Druck setzt, lohnt es sich, alle konventionellen Bezugsquellen auszuschöpfen.5 Ist ein Teil noch beim Händler bestellbar, rechnet sich der 3D-Druck in den seltensten Fällen wirtschaftlich.5 Anders sieht es bei Teilen aus, die Restauratoren als Unobtainium bezeichnen — Bauteile, die schlicht nicht mehr zu beschaffen sind — hier spielt der 3D-Druck seinen vollen Vorteil aus.5

Gängige Kunststoffe für den 3D-Druck

Die Materialwahl ist entscheidend, wenn man Kunststoffteile drucken möchte. FDM-Drucker (Schmelzschichtung) verarbeiten Thermoplast-Filament, darunter beliebte Werkstoffe wie PLA, ABS und PETG.2 Jedes Material hat eigene Stärken und Schwächen bei Festigkeit, Flexibilität und Wärmebeständigkeit.3

Kunststoffe für den 3D-Druck gibt es als Filament oder Pulver — das Material wird dabei Schicht für Schicht aufgeschmolzen — sowie als Resin, das unter Licht aushärtet.7 Diese unterschiedlichen Materialformen erlauben es, mit derselben Technologieklasse sehr verschiedene Anforderungen zu erfüllen.7

Für den Heimdrucker ist PLA der Einstieg schlechthin, während anspruchsvollere Anwendungen Hochleistungswerkstoffe wie PEEK erfordern können.3 Die richtige Temperatureinstellung ist dabei unverzichtbar: PLA, PETG und ABS haben deutlich unterschiedliche Verarbeitungstemperaturen, und wer sie nicht beherrscht, riskiert minderwertige Druckergebnisse.4

Die wichtigsten 3D-Druckverfahren erklärt

FDM — Filamentbasierter Druck

FDM ist das am weitesten verbreitete Verfahren für Kunststoffteile aus dem Drucker. Das Thermoplast-Filament wird Schicht für Schicht extrudiert, bis die endgültige Geometrie entsteht.2 Das Verfahren eignet sich für Funktionsprototypen und Ersatzteile, bei denen Oberflächenqualität weniger zählt als mechanische Belastbarkeit.5

Resin-Druck

Harzbasierte Verfahren härten flüssigen Kunststoff mit Licht aus und liefern hochdetaillierte Teile.7 Das Material wird dabei ebenfalls Schicht für Schicht verfestigt und ermöglicht feine Strukturen, die mit Filamentdruckern kaum realisierbar sind.7

Pulverbasierte Verfahren

Industrielle Pulverbettverfahren schmelzen Kunststoffpulver gezielt auf und erzeugen so dichtere, isotropere Bauteile als die meisten Desktop-Methoden.7 Sie kommen zum Einsatz, wenn Stückzahlen oder mechanische Anforderungen über das hinausgehen, was handelsübliche FDM-Drucker leisten können.1

Schwer beschaffbare Bauteile als Ersatzteile drucken

Einer der stärksten Anwendungsfälle für den 3D-Druck ist die Herstellung von Ersatzteilen für seltene oder nicht mehr produzierte Komponenten. Die Anfragen reichen von Herdknöpfen bis zu Ersatzkristallen für Kronleuchter, am häufigsten nachgefragt werden seltene Kfz-Teile sowie Bauteile für Antiquitäten oder Nischenmaschinen.5

Unabhängig vom konkreten Einsatzgebiet ist das Vorgehen bei gedruckten Ersatzteilen im Wesentlichen gleich — und da ein gewisser Aufwand entsteht, handelt es sich meist um hochwertige Bauteile.5 In der Regel sind es Teile, ohne die ein teures Gerät oder ein Fahrzeug schlicht nicht mehr funktioniert.5

Das CAD-Modell richtig erstellen

Bevor mit dem Druck begonnen werden kann, braucht es ein präzises CAD-Modell der gewünschten Geometrie.5 Gerade bei organischen Formen oder Teilen ohne erhaltene technische Zeichnungen ist die Modellierung oft der zeitaufwändigste Schritt.5

Ausblick und nächste Schritte

Die Materialwissenschaft für Desktop-3D-Drucker entwickelt sich rasant weiter — aktuelle Filament-Guides decken mittlerweile alles von handelsüblichem PLA bis zu Hochleistungswerkstoffen wie PEEK in einem einzigen Nachschlagewerk ab.3 Mit besserer Temperaturregelung und neuen Resin-Formulierungen wächst das Spektrum an Kunststoffteilen, die sich wirtschaftlich in kleinen Stückzahlen fertigen lassen, kontinuierlich.4 Wer mit Altmaschinen oder Sonderbauteilen arbeitet, sollte neue Filament-Releases und Pulverbett-Dienstleister im Blick behalten — das ist der direkteste Weg, um Teile herzustellen, die früher schlicht unerhältlich waren.5

Quellen / Referenzen

  1. How To Fabricate Plastic Parts: 3D Printing Options | EOS GmbH (eos.info)
  2. What is a 3D Printer? How does it work? - Spectrum Filaments (shop.spectrumfilaments.com)
  3. 3D Printing Filament Types Explained – Properties, Printing & Best Uses (all3dp.com)
  4. 3D Printing Blog & Tips (clt3dprinting.com)
  5. Using 3D Printing to Create Replacement Parts - Protolabs (protolabs.com)
  6. A Closer Look at 3D Printing Materials: Plastics - 3Dnatives (3dnatives.com)